Wasser²

Tschättläck? Keine Anzeichen. Magenprobleme? No way, Sir. So viel zum Thema berüchtigte Asien-Klischees, welche man im Vorfeld einer solchen Reise von selbsternannten oder tatsächlich weit gereisten Experten bekommt 😉

Flicis Strategie, 30h wach zu bleiben, ging voll auf. Wir werden am ersten Morgen in Padang Bai zwar von Nebelhörnern geweckt (auch wenn sich seit 1000 Jahren wirklich noch nie eine Nebelwolke hierher verirrt hat), aber das wird durch einen fantastischen Ausblick auf den in feinstem türkisblau strahlenden Indischen Ozean wieder gut gemacht. Dieses Klischee hat sich tatsächlich erfüllt. Es ist schlichtweg wunderschön.

Wir nutzen den ersten Tag um uns in die Wellen zu stürzen. Streng genommen stürzen die Wellen zwar eher uns, das macht aber Spaß. Auch der erste Besuch eines Warung-Imbisses verläuft absolut zufriedenstellend. Flici verliebt sich in Gado-Gado, eine Erdnuss-Explosion und dazu gibt es eine Kokosnuss mit Strohhalm. Währenddessen versucht ein kleiner Strandhund hartnäckig Flicis Flip Flop zu kindnappen, wird aber von Flo, ganz der Sheriff, heldenhaft davon abgehalten. Einziger Wermutstropfen ist die Erkenntnis, dass 30er Sonnencreme für den ein oder anderen (männlichen, namentlich unbekannten) Reisenden doch vielleicht ein wenig mutig war für die tropische Sonne *hust*.

Tröööööööööt. Der zweite Tag beginnt ebenfalls mit dem Nebelhorn, allerdings hören wir dieses nun erst, als wir die Ohropax entfernen. Gut ausgeschlafen geht es an die erste Herausforderung der Reise: dem Feilschen um eine Mitfahrgelegenheit. Nach dem Austüfteln eines Schlachtplans, zähen Verhandlungen und einem eingeschnappten Mopedfahrer mehr auf dieser Welt, fährt uns ein etwas stiller Fahrer zum Taman Tirta Gangga.

Dieser Ort ist genauso toll wie sein Name: ein mit Worten nicht beschreibbar schöner Wassertempel mit heiliger Quelle. Das Beste daran ist, dass man tatsächlich in einem  der Becken baden kann und dem Wasser verjüngende Wirkung nachgesagt wird. Flo merkt bereits wie sein sowieso schon spärlicher Bartwuchs auf ein Minimum verkümmert und Flici sitzt mit einer Rassel glückselig auf dem Bett.

Morgen geht’s zum Tauchkurs – falls wir durch die Alterskontrolle kommen.

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