Kuta Chameleon

Nach unserem etwas Bintang-lastigen Abschied von Bali folgt dem leichten After-Party-Schwanken das sanfte Wiegen der Slow-Ferry nach Lombok. Ohne Seekrankheit kommen wir nach sechs Stunden auf Balis kleiner Schwester an und werden von den Rufen des Muezzins begrüßt. An Schönheit steht Lombok der bekannten Nachbarinsel in nichts nach, jedoch fehlen uns die ständigen, manchmal wirklich obskuren Feierlichkeiten der Balinesen sowie der permanente Geruch von Räucherstäbchen ein wenig. Unser liebenswertes Homestay ist mit Kuta Lombok durch eine Straße verbunden, die mehr eine Anhäufung von Geröll und Schutt darstellt. Das ausgeliehene Zweirad incl. seiner Besatzung überlebt die Rock-n-Roller-Touren jedoch ohne Beanstandungen. Wir entdecken Strände, die geradezu aus einem Karibik-Honeymoon-Katalog entsprungen scheinen. Der weiße weiche Sand umschmiegt unsere Füße während wir unter Palmen den Anblick des türkisfarbenen Wassers genießen. Umrahmt wird das ganze von kegelförmigen, grün bewachsenen Felsen, wie sie einst einen Herrn DiCaprio in The Beach verzückten. Und während wir so im Anblick des Windows-Hintergrund würdigen Szenarios schwelgen, wird unsere Haut von einst „Mehl Typ 405 weiß“ zu zartrosa bis braun. Zwischendurch helfen wir noch einheimischen Kids beim Englisch-Unterricht, da diese als Hausaufgabe Touristen am Strand über ihre Hobbys befragen dürfen – Learning by beaching. Nimm das, deutsches Schulsystem!

Ansonsten genießen wir die kulinarischen Annehmlichkeiten des verschlafenen kleinen Ortes und machen einfach mal nichts. Wie Peter Lustig stets zu sagen pflegte: „Und nun Kinder, abschalten“. Das haben wir pflichtverbunden erledigt und nach vier erholsamen Tagen geht es nun weiter nach Java.

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